home

Alle Beiträge für September 2008

Erfolgreicher Einsatz bei der ersten 24h-Übung der Task Force Germany

veröffentlicht am Montag, 15.September 2008 um 16:35 Uhr

Die erste 24-Stunden-Übung der Task Force Germany Deutsche Erdbebenrettung e.V., Merzenich, ist Ende August erfolgreich von 23 Teilnehmern und ihren Hunden bewältigt worden.

Die Rettungshundeteams inklusive Junghunden absolvierten die Schwierigkeitsgrade und die ihnen gestellten Aufgaben mit Bravour. Die fünf Einsatzgebiete, von einem Innenwohnbrand in einem Reihenhaus über die Bergung einer Person aus einem maroden Fachwerkhaus bis hin zu Übungen in  zwei Recyclinganlagen bzw. an einem Seeufer meisterten die Teams hervorragend.

Hier ein kleiner Einblick in den Tagesablauf:

In der ersten Übung galt es für sieben Hundeteams, verletzte Personen aus einem leer stehenden Reihenhaus mit Tiefgarage zu Orten und zu Bergen. Die erste Schwierigkeit bestand darin, dass in selbigem ein Innenwohnbrand vorherrschte. Die zweite Schwierigkeit stellte das erklingen des Warnsignals dar. Es hieß für die Teams Reaktionsschnelligkeit zu beweisen und sicher zur Basis zurückzukehren bevor sie die sicher erneut fortsetzen konnten.
Gleichzeitig hatten die Höhen- und Kletterspezialtisten die Aufgabe Personen mit und ohne Hund aus dem vierten Stock sicher abzuseilen und später mit den restlich Anwesenden sicher über die Dachterrasse abzusteigen.

Die nächste große Herausforderung für die Höhenrettung, war die Bergung einer Jugendlichen aus dem Dachboden eines maroden Fachwerkhauses. Sicherung war hier das Hauptthema, um gefahrlos über den brüchigen Dielenboden zu der verletzten Person zu gelangen. Die übrigen Teams mussten versuchen, zwei weitere Personen im Haus zu finden. Schwierigkeit hierbei war es, dass das Haus nicht von den Führern betreten werden durfte und sie ihre Hunde alleine ins Haus leiten mussten.

Die letzten beiden Einsätze fanden in den Recyclinganlagen statt. Die erfahrenen Rettungshundeteams der Rettungshundestaffel Harburg (BRH) mussten unter Zeitdruck das Gelände absuchen und sichern, sowie Personen finden. Die vermissten Personen mussten anschließend aus Trümmern geborgen werden. Schwierigkeit hierbei war, dass die Trümmer so lange nicht betreten werden durften, bis die Personen gefunden waren.
Die Junghundeteams hatten währenddessen die Aufgabe das Begehen und Überwinden von Hindernissen in der Förderanlage zu trainieren. Schwierigkeit: Der Boden durfte zu keinem Zeitpunkt berührt werden. Danach wurden die Junghundeteams von einem 18 Meter hohen Steg abgeseilt. Die gleiche Aufgabe, allerdings ohne Abseilen, mussten auch die anderen Teams bewältigen, welche zuvor bei der Suche tätig waren.

Nach der Abschlussbesprechung dann Zufriedenheit und Erschöpfung auf allen Seiten. Jedoch wollen alle wieder an der im nächsten Jahr geplanten 24-Stunden-Übung teilnehmen.