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Alle Beiträge für die Kategorie 'Veröffentlichungen'

Erster Hilfeeinsatz in Afrika

veröffentlicht am Montag, 4.September 2006 um 13:43 Uhr

Kraiburg (hg) - Am Mittwoch geht es los. Dann startet Wolfgang Sedlmaier aus Kraiburg an die westafrikanische Atlantikküste. Endlich Urlaub? Der 31-Jährige Fachkrankenpfleger hat ein anderes Ziel.

Als Mitglied der privaten Hilfseinsatztruppe «USAR Task Force» geht er für zehn Tage ins krisengeschüttelte Liberia, um dort mit einem Ärzteteam an einem Krankenhaus zu arbeiten.

Von der Klinik im Landesinneren ist nach den Worten von Wolfgang Sedlmaier nicht mehr viel übrig geblieben, eine Folge des Bürgerkriegs, der 20 Jahre lang in dem Land tobte. Noch immer sichern dort 15000 UN-Soldaten den Waffenstillstand.

Weder Strom noch fließend Wasser

Umso dringender sind humanitäre Hilfseinsätze wie jener, bei dem der Kraiburger mitarbeitet. Nach seinen Informationen kommen täglich 100 Patienten in das Krankenhaus, dessen Betrieb zwei einheimische Krankenschwestern notdürftig aufrecht erhalten.

Weil es in der ehemaligen Klinik am Nötigsten fehlt, wird es eine zentrale Aufgabe sein, Behandlungsräume aufzubauen und auszustatten. Rund 20 Tonnen Hilfsgüter, medizinisches Material, Medikamente, Geräte für die Pflege und Patientenbetreuung, Nahrungsmittel, vor allem für Kinder, wurden bereits vorausgeschickt.

«Es gibt kein fließend Wasser und keinen Strom.» Die Einsatzgruppe hat Notstromaggregate und eine Wasseraufbereitungsanlage dabei, und «3000 HIV-Schnelltests». Die Aids-Rate ist auch in Liberia extrem hoch.

Die Versorgung der Kranken, der leicht und schwerst verletzten Patienten, deren Zahl «während unseres Aufenthalts sicherlich noch ansteigen wird», wird das Team vor große Herausforderungen stellen. Ein Schwerpunkt der Arbeit: die Schulung von Laienhelfern, insbesondere im Bereich der Geburtshilfe.

Mit Frank Schultes, dem Kopf der «Task Force Germany», und sechs Ärzten wird Wolfgang Sedlmaier an diese Arbeit gehen. Es ist sein erster Einsatz für die Organisation mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über Hilfseinsätze nach der Tsunami-Katastrophe war der 31-Jährige, der im Kreiskrankenhaus Mühldorf arbeitet, auf den Unterstützungsverein aufmerksam geworden, der Schnelleinsätze nach Katastrophen beziehungsweise deren Finanzierung durch Spenden organisiert.

Das Konzept von «Task Force Germany Deutsche Erdbebenrettung» belasse es aber nicht bei diesen Katastropheneinsätzen, sondern leiste nachhaltig Hilfe und übernehme in der Folge Patenschaften. Sedlmair nennt als Beispiele Kinderheime in Thailand und Sri Lanka, wo die Helfer ebenso im Einsatz waren wie nach dem Erdbeben in Pakistan, in Afghanistan und afrikanischen Ländern. Auch in Liberia wolle man mit dem Krankenhaus-Projekt präsent bleiben. Einmal, später zweimal im Jahr seien Einsätze vor Ort geplant.

Als eines von mittlerweile 130 aktiven Mitgliedern wurde der Krankenpfleger nach einer längeren Bewerbungsfrist von der «Task Force Germany» aufgenommen.

«Gut vorbereitet»

Visum, Gelbfieberimpfung, Englischkurs - Wolfgang Sedlmaier, der den Flug aus eigener Tasche bezahlt, fühlt sich gut vorbereitet auf den zehntägigen Einsatz, vor allem aufgrund seiner Erfahrungen als langjähriger Fachkrankenpfleger in der Anästhesie sowie im Rettungsdienst. Er gehörte zwei Jahre dem BRK-Kriseninterventionsteam im Landkreis an, ist Schnelleinsatzgruppenleiter beim Roten Kreuz in Waldkraiburg, war für den Malteser Hilfsdienst am Flughafen München bereits an Rückholaktionen von Erkrankten und Schwerverletzten aus Namibia und Norwegen beteiligt.

Der Helfer will nicht blauäugig an die Mission herangehen. «Ein gewisses Risiko ist dabei. Das ist mir natürlich bewusst.» Den größten Respekt hat er davor, als Bürger eines Wohlstandslandes in Europa mit Armut, Elend und Leid in einem afrikanischen Notstandsland konfrontiert zu werden. «Vielleicht kommt man geschockt zurück.»

Viele Tote und Verletzte in Indonesien

veröffentlicht am Samstag, 27.Mai 2006 um 14:55 Uhr

Ein Starkbeben in Indonesien forderte viele Todesopfer, die Regierung sprich zur Zeit von 2727 Toten und mehreren Tausend Verletzten. Erfahrungsgemäß muss die Zahl der Ofer noch weit nach oben korrigiert werden:

Magnitude: 6,2 (EMSC)
Tiefe: 17km
Ort: -8,01 | 110,29
Staat: Indonesien
Zeit: 5/26/2006 10:54:00 PM (UTC)

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte am Samstag in einem Kondolenzschreiben an seinen indonesischen Amtskollegen Hassan Wirajuda: “Mit großer Bestürzung und Anteilnahme verfolgen wir die Nachrichten von dem verheerenden Erdbeben auf der Insel Java, das so viele Todesopfer und Verletzte gefordert hat.” Steinmeier sprach Wirajuda und der indonesischen Bevölkerung sein Mitgefühl aus und unterstrich: “Bitte lassen Sie uns wissen, wenn wir Ihrem Land mit praktischer Hilfe beistehen können.”

Die deutsche Regierungsorganisation THW und die deutsche NGO TASK FORCE Germany Deutsche Erdbebenrettung e.V. meldeten unterdessen ihre Einsatzbereitschaft an die UNO…

Quellen: SARDOG/DPA/Reuters/ZDF/UN

U.S.A.R. erhält Spendenscheck über 1800 Euro nach Benefitzkonzert

veröffentlicht am Montag, 19.Dezember 2005 um 12:42 Uhr

Im Dezember 2005 bedankt sich die TASK FORCE Germany Deutsche Erdbebenrettung e.V. über eine großzügige Spende.

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Frank Schultes zu Gast beim Sat.1 Frühstücksfernsehen

veröffentlicht am Sonntag, 19.Juni 2005 um 14:25 Uhr

Frank Schultes, Erdbebenrettungsspezialist aus Düren, folgte der Einladung von Miriam Pielhau in die Sendung Weck UP Sat 1 Frühstücksfernsehen am 19.06.2005 um dort unter anderem eines der neusten Ortungsgeräte im Bereich BIO Radar zu demonstrieren. Es ist ein Ortungsgerät was in der verschütteten Rettung ein Arbeiten ohne Hunde ermöglicht.

Das Bio Radar erkennt in einem 50 Grad Abstrahl Winkel , Verschüttete anhand ihrer Herz und Lungen Bewegungen
und kann somit eine absolut genaue und präzise Ortung abgeben um die lokalisierte Person zu retten.

Weiterhin werden eine Wärmebildkamera und die Saerch Cam, eine Drehkopf Teleskop Kamera mit Gegensprechfunktion demonstriert.

Benefiz Konzert für die Task Force Germany in der ARENA Kreis Düren

veröffentlicht am Sonntag, 9.Januar 2005 um 12:03 Uhr

Unter anderem erhielten 4 TEAM Mitglieder der TASK FORCE Germany Deutsche Erdbebenrettung e.V. am 09. Januar 2005 den Ehrenbürgerpreis des KREISES DÜREN für Ihr Engagement.

Khau Lak: Task Force-Team vor Ort bei Rettungsarbeiten

veröffentlicht am Dienstag, 28.Dezember 2004 um 15:12 Uhr

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Das Task Force-Team bei den Rettungsarbeiten nach dem Tsunami am 2. Weihnachtsfeiertag 2004.

Task Force-Einsatz 1999 in der Türkei

veröffentlicht am Mittwoch, 22.September 1999 um 15:19 Uhr

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Der 25-Jährige Yüksel Dursun stand an seinem Arbeitsplatz und träumte von einer besseren Zukunft. 18 Monate Wehrdienst lagen hinter ihm. Nur noch wenige Tage. und die Probezeit bei seinem neuen Arbeitgeber, einem Betrieb der Kunststoffindustrie in Adapazari, war überstanden. Endlich winkte ihm und seiner Frau ein gesichertes Einkommen.

Lebendig begraben

Doch es sollte anders kommen. Das Schicksal schlug gnadenlos zu: Ein ohrenbetäubender Lärm übertönte das nächtliche Rattern der Motoren in der Fabrikhalle. Wie berstendes Eis schwankte der Boden der Halle. Betonpfeiler knickten um wie Strohhalme. die Decke stürzte ein und begrub Yüksel Dursun unter den Trümmern.. Lebendig begraben, den rechten Unterschenkel eingeklemmt wagte er kaum zu atmen. Jede Bewegung verursachte unerträgliche Schmerzen - 24 Stunden dauerten diese Qualen, bis ihn seine Arbeitskollegen befreiten.
Dursun Yüksel konnte aufatmen, er lebte. Aber sein Leidensweg ging weiter:
Amputation
Das Krankenhaus von Adapazari war überfüllt - die Schmerzen im rechten Bein wurden unerträglich. Zwei Tage verstrichen, bis er behandelt wurde. Zu spät. In Adapazari konnte man nichts mehr für ihn tun. Er wurde in ein Krankenhaus nach Istanbul geflogen. Eine Welt stürzte für den 25-Jährigen ein, als er aus der Narkose erwachte und sah, sein rechter Unterschenkel ist weg. Drei Monate nach dem Erdbeben hat Yüksel Dursun wieder neuen Lebensmut bekommen. weil ihm hierzulande geholfen wurde.
Filiz Aydin, eine junge Türkin aus Stolberg, rief gemeinsam mit dem Verein zur Förderung des ganzen Menschen in der häuslichen Pflege, dem Pflegedienst Gipperich und dem Sanitätshaus Schultes zu einer Spendenaktion für Erdbebenopfer in der Türkei auf. Ein in Düren lebender Onkel des Erdbebenopfers erfuhr durch die Presse von dieser Aktion. Er schilderte dem Förderverein das Schicksal seines Netten. Und man half.
Ein Flug nach Deutschland wurde arrangiert. Der Onkel gewährte Unterkunft. Das
Sanitätshaus Schultes fertigte kostenlos eine Prothese an. Flugkosten, Visum, Krankenversicherung und Medikamente wurden aus Mitteln der Spendenaktion finanziert.

Ein Monat in Deutschland
Einen Monat weilte der junge Türke in Düren, um sich mit seiner Prothese vertraut zu machen. Jetzt ging es zurück in die Türkei, heim zu seiner Frau, aber auch heim in eine ungewisse Zukunft. Dennoch: Dursun Yüksel bedankt sich bei allen Spendern. „Ich habe Glück im Unglück gehabt“, sagt er beim Abschied. Ein Aufenthalt in Deutschland und eine Prothese wären für mich nicht finanzierbar gewesen.